|
Seit 1976 vergibt die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie
und Geriatrie alle zwei Jahre im Rahmen ihrer Kongresse den
Max-Bürger-Preis .
Ebenfalls alle zwei Jahre wird seit dem Jahr 2000 der Margret-und
Paul-Baltes-Preis
vergeben.
| Max-Bürger-Preis der Deutschen Gesellschaft
für Gerontologie und Geriatrie
Zur Person Max Bürgers (1885 - 1965)
In Deutschland wurde Mitte der 20er Jahre ein Wissenschaftler
bekannt, der die Geschichte der Alternsforschung wesentlich
prägen sollte: 1926 erschien eine Arbeit des Internisten
Max Bürger, der zu jener Zeit als Oberarzt an der
Medizinischen Klinik in Kiel tätig war. Der am
16. November 1885 in Hamburg geborene Wissenschaftler
war bis zu diesem Zeitpunkt bereits durch verschiedene
Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Stoffwechselkrankheiten
hervorgetreten. In der erwähnten Publikation beschrieb
er die Alternsabhängigkeit von Cholesterin (heute
Cholesterol) und Stickstoff im Knorpel. Trotz dieser
etwas spröde wirkenden Thematik erlangte die Arbeit
historische Bedeutung, da Bürger von einer neuartigen
Konzeption ausging. Seine Untersuchungen betrafen nicht
nur ältere Menschen, sondern Individuen aller Altersstufen
vom ersten bis zum siebenten Lebensjahrzehnt. Sie entsprachen
somit der Vorstellung, daß das Altern nicht allein
als ein Phänomen der höheren Lebensjahre zu
betrachten sei, sondern den Menschen während seines
ganzen Lebens begleite. Dieser Grundgedanke findet sich
zwar in der erwähnten Arbeit noch nicht klar formuliert,
wurde aber in den kommenden Jahren durch weitere Studien
Bürgers fundiert....
Bürger hatte nach verschiedenen Zwischenstationen
im Jahre 1937 das Direktorat der Medizinischen Universitätsklinik
in Leipzig übernommen. An dieser damals größten
Klinik in Deutschland setzte er seine Studien über
die Alternsveränderungen des menschlichen Organismus
und ihre Beziehungen zu Krankheiten systematisch fort.
Es verdient hervorgehoben zu werden, daß Bürger
in der Zwischenzeit auch auf anderen Gebieten Bedeutendes
geleistet hatte. So hatte er großen Anteil an
der Entdeckung des Glukagons, eines zweiten Hormons
der Bauchspeicheldrüse. Durch Einführung einer
neuartigen Kreislauffunktionsprüfung war er in
Beziehung zu der sich allmählich entwickelnden
Sportmedizin getreten. Gemeinsam mit Ärzten aus
den Niederlanden, aus England, Österreich und Frankreich
hatte er 1928 an den Olympischen Spielen in Amsterdam
teilgenommen, wo erstmals größere sportmedizinische
Untersuchungen vorgenommen worden waren.
Die Beschäftigung mit dem Altern stand aber trotz
dieses breitgefächerten Spektrums wissenschaftlicher
Interessen stets im Brennpunkt seiner Arbeiten. Im Jahre
1939 gründete er gemeinsam mit dem in Halle wirkenden
Physiologen Emil Abderhalden (1877 bis 1950) die "Zeitschrift
für Alternsforschung", das erste Journal auf der
Erde, das sich ausschließlich den Problemen des
Alterns und seiner Krankheiten widmete. Damit war ein
Organ geschaffen worden, das nicht nur als Sprachrohr
der Leipziger Schule, sondern auch den Forschern aus
dem Ausland zur Verfügung stehen sollte. Der am
1. September 1939 ausbrechende zweite Weltkrieg setzte
dieser Hoffnung aber ein jähes Ende....
1947 erschien das Buch "Altern und Krankheit" von Max
Bürger, das innerhalb weniger Jahre vier Auflagen
erlebte und heute zu den klassischen Werken der gerontologischen
Literatur gezählt wird. In diesem Buch definierte
Bürger das Altern als "jede irreversible (nicht
umkehrbare) Veränderung der lebenden Substanz als
Funktion der Zeit" und charakterisierte den Prozeß
des Alterns als "Leitmotiv in der Melodie des Lebens"....
Aus: Pickenhain, L. & Ries, W. (Hrsg.). Kleine Enzyklopädie.
Das Alter. VEB, Leipzig, 1988, S. 26 - 29.
Vergaberichtlinien des Max-Bürger-Preises
- Mit dem Max-Bürger-Preis strebt die DGGG an,
Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftler aus den Arbeitsfeldern
der Gerontologie und Geriatrie auszuzeichnen, die ein
Forschungsprogramm etabliert haben, dass hohe nationale
und internationale Anerkennung gefunden, und das die
Entwicklung der Gerontologie/ Geriatrie bedeut-sam
befördert hat. Der Preis richtet sich sowohl auf
die Auszeichnung eines grundla-genwissenschaftlichen
Forschungsprogramms als auch auf Forschungsprogramme
mit stark angewandten Elementen. Der Natur der Wissenschaftsfelder
Gerontologie und Geriatrie nach sollten die Forschungsarbeiten
interdisziplinären Charakter besit-zen. Auch der
bereits erzielte Erfolg im Sinne der Nachwuchsförderung
wird in die Gesamtevaluation einbezogen. Der Preis
hat zum Ziel, Geleistetes zu honorieren und gleichzeitig
zur weiteren nachhaltigen Entfaltung und Wirkung des
Erreichten beizu-tragen.
- Eine Bewerbung für den Max-Bürger-Preis
der DGGG erfordert das Nominierungs-schreiben einer
vorschlagenden Person, das auch ein curriculum vitae
der vorge-schlagenen Person sowie die nach ihrer
/ seiner Meinung fünf besten Schriften bein-halten
soll. Zusätzlich notwendig sind unterstützende
Schreiben von zwei weiteren Personen. Selbstnominierungen
sind nicht möglich. Die vorgeschlagene Person
muss Mitglied der DGGG sein.
- Der Max-Bürger-Preis der DGGG wird alle zwei
Jahre und jeweils in den Jahren der Jahreskongresse
der DGGG vergeben. Vorschläge sind jeweils bis
zum 31.05. des Vergabejahres an den Präsidenten
der DGGG einzureichen. Über die Zuerkennung
des Preises entscheidet ein Preiskollegium. Von der
ausgezeichneten Person wird erwartet, dass sie/ er
auf dem Jahreskongress der DGGG des Vergabejahres
einen Vortrag über ihre/ seine wichtigsten Forschungsbefunde
hält.
|
| Max-Bürger-Preis
der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie
| Preisverleihung |
Preisträger |
| 1967, Nürnberg |
1. |
Dr. Iwan Ljubenow, Plodiv/Bulgarien |
| |
2. |
Dr. Hans Leimbach, Karlsruhe-Durlach |
| 1968, Nürnberg |
1. |
Prof. Dr. Fritz Heim, Direktor des Pharmakologischen
Instituts der Universität Erlangen-Nürnberg |
| |
2. |
Prof. Dr. Günter Quadbeck, Direktor des Instituts
für Pathochemie und Allgemeine Neurochemie
der Universität Heidelberg |
| 1969, Nürnberg |
|
Prof. Dr. W. Hollmann, Direktor des Instituts
für Kreislaufforschung und Sport-medizin Köln |
| 1970, Nürnberg |
|
PD Dr. Franz Heinrich Hertle, II. Medizinische
Klinik und Poliklinik der Johannes-Gutenberg-Universität
Mainz |
| 1971, Nürnberg |
|
Prof. Dr. Fritz Verzár, Direktor des Instituts
für experimentelle Gerontologie, Basel |
| 1972, Nürnberg |
1. |
PD Dr. Bernard Garnier, Spezialarzt FMH für
Innere Medizin, Fribourg |
| |
2. |
PD Dr. Klaus Oesterreich, Psychatrische Klinik
der Universität Heidelberg |
| 1973, Nürnberg |
1. |
Prof. Dr. U.rsula M. Lehr, Lehrstuhl für
Pädagogik und Pädagogische Psychologie
an der Universität Köln |
| |
2. |
Prof. Dr. D. Platt, Medizinische Kliniken und
Polikliniken der Universität Gießen |
| 1974, Nürnberg |
1. |
Dr. H. Radebold, Hildegard Bechtler, Ingeburg
Pina, Psychosoziales Zentrum der Universität
Ulm |
| |
2. |
Prof. Dr. M. Bergener, Dr. K Behrends, R. Zimmermann,
Psychatrisches Behandlungszentrum der Rheinischen
Landesklinik Köln-Merheim |
| 1975, Nürnberg |
1. |
PD Dr. E. Lang, Chefarzt der Inneren Abteilung
im Waldkrankenhaus Erlangen |
| |
2. |
Dr. R. Schmitz-Scherzer, Psychologisches Institut
der Universität Bonn |
| 1976, Berlin |
|
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Thomae, Direktor des Psychologischen
Instituts der Universität Bonn |
| 1978, Hamburg |
1. |
PD Dr. B. Krauss, Chefarzt der Klinik Christophsbad
Göppingen |
| |
2. |
Prof. Dr. J. Lindner, Pathologisches Institut
der Universität Hamburg |
| |
3. |
Prof. Dr. A. Ruiz-Torres, Medizinische Klinik
des Klinikums Charlottenburg der Freien Universität
Berlin |
| |
4. |
Prof. Dr. A. V. Ungern-Sternberg, Medizinischen
Klinik der Universität Mainz |
| 1980, Berlin |
1. |
Prof. Dr. W. E. G. Müller, Physiologisches-chemisches
Institut Johannes-Gutenberg-Universität Mainz |
| |
2. |
Dr. Insa Fooken, Psychologisches Institut der
Universität Bonn |
| |
3. |
Dr. J. Bruder, Dipl.-Psych. D. Klusmann, Prof.
Dr. H. Lauter, Soz. paed. grad. Inge Lüders,
Allgemeines Krankenhaus Ochsenzoll, Hamburg |
| 1982, Bamberg |
1. |
Dr. K. Gofferje , Dr. O. Schnell, Carl-Korth-Institut
Erlangen |
| |
2. |
Prof. Dr. L. Rosenmayr, Institut für Soziologie
der Universität Wien |
| 1984, Frankfurt |
1. |
Dr. W. Rückert, Kuratorium Deutsche Altershilfe |
| |
2. |
Dr. H. Gutzmann, Freie Universität Berlin |
| |
3. |
Prof. Dr. P. K. Müller et al., Max-Planck-Institut
für Biochemie, Martinsried |
| 1986, Travemünde |
1. |
PD Dr. Bramann, Medizinische Universitätsklinik
und Poliklinik der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster |
| |
2. |
Dr. W. Wortberg, Lüdenscheid |
| |
3. |
Prof. Dr. H. Radebold, Gesamthochschule Kassel,
ASG |
| 1988, Kassel |
|
Prof. Dr. Dr. H. C. Schröder, Institut für
Physiologische Chemie der Universität Mainz |
| 1990, Lübeck |
1. |
Prof. Dr. W. Beier, Berlin |
| |
2. |
Dr. W. Saup, Universität Augsburg |
| 1992, Berlin |
|
PD Dr. Andreas Kruse, Institut für Gerontologie
Heidelberg |
| 1994 |
|
keine Verleihung |
| 1996, Leipzig |
1. |
Dr. R. Thiesemann, Dr. W. H. H. Kruse, Prof. Dr.
H. P. Meier-Baumgartner, Zentrum für Geriatrie:
Albertinum Haus, Hamburg |
| |
2. |
Prof. Dr. H. W. Wahl, Deutsches Zentrum für
Altersforschung. Heidelberg |
| 2002, Dresden |
|
Dr. med. Gudrun Schneider, Universitätsklinikum
Münster, Klinik und Poliklinik für Psychosomatik
und Psychotherapie |
| 2008, Potsdam |
|
Prof. Dr. Gerd Naegele, Institut für Gerontologie
an der Universität Dortmund |
|
|
Margret und Paul Baltes Preis
Zur Person Margret M. Baltes (1939 -1999)
Margret Maria Baltes studierte Psychologie an der
Universität
Saarbrücken. Bald nach dem Abschluß des Studiums
machte sie einen für ihre Biographie entscheidenden
Schritt: Sie wechselte Land und Kontinent und nahm an
der West Virginia University das Studium der experimentellen
Psychologie auf. Die folgenden Jahre verbrachte sie
an der Pennsylvania State University, zunächst
als Assistant Professor, dann als Associate Professor.
Im Jahr 1980 ging Margret Baltes nach Berlin. Unter
ihrer Leitung wurde im Rahmen der Abteilung für
Gerontopsychiatrie der Freien Universität Berlin
die zunächst kleine, dann aber rasch wachsende
"Forschungsgruppe Psychologische Gerontologie" aufgebaut.
Seit 1984 war Margret Baltes Professorin für Psychologische
Gerontologie am Institut für Psychologie der Freien
Universität Berlin und zugleich Honorarprofessorin
für Psychologie an der Universität Trier.
Margret Baltes hat durch ihre Forschungsarbeiten die
Gerontologie in mehrfacher Hinsicht nachhaltig bereichert.
Zu nennen sind an erster Stelle ihre seit etwa Mitte
der 70er Jahre vorgelegten lerntheoretisch inspirierten
Arbeiten zur Entstehung, Aufrechterhaltung und Modifikation
von unselbständigem Verhalten alter Menschen und
der empirischen Herausarbeitung der Schlüsselrolle,
die dabei der sozialen Umwelt zukommt. Das von ihr identifizierte
"Unselbständigkeits-Unterstützungsmuster"
der sozialen Umwelt im Umgang mit alten Menschen zählt
heute zu den klassischen Ergebnissen der psychologischen
Gerontologie überhaupt.
Diese Arbeiten förderten die für die heutige
Gerontologie so wichtige Sichtweise, Altern weniger
als unbeeinflußbaren Verlust, sondern auch als
durch soziale, räumliche und gesellschaftliche
Bedingungen mitgesteuert und damit als gestaltbar zu
betrachten. Die in den Arbeiten von Margret Baltes nachgewiesene
hohe Plastizität des Verhaltens im Alter mündete
in konkrete Trainingsprogramme zur Verbesserung der
Kompetenzen von Professionellen in der Pflege und damit
zur Förderung von Selbständigkeit im Alter.
Ergebnis ihrer Forschungsarbeiten zum Gebiet der Alltagskompetenz
im Alter war ein interdisziplinär angelegtes Modell
zur Alltagskompetenz, in dem eine Unterscheidung zwischen
basalen Fertigkeiten und interessengeleiteten, stärker
optionalen "erweiterten" Alltagskompetenzen getroffen
und Prädiktoren für interindividuelle Unterschiede
in der Alltagskompetenz identifiziert wurden. Ein weiteres
großes Forschungsgebiet von Margret Baltes stellte
die Frage der kognitiven Plastizität im Alter dar,
und zwar unter besonderer Berücksichtigung dementieller
Prozesse im Alter. Mit Hilfe des "Grenztestens" (testing-the-limits)
lieferte sie diagnostische Beiträge zur Früherkennung
von Demenz und zeigte damit die Bedeutung psychologischer
Methoden für die Demenzforschung auf.
Das theoretische Modell der selektiven Optimierung
mit Kompensation wurde von Margret und Paul Baltes
etwa ab Ende der 80er Jahre entwickelt, um den häufig
nur schlagwortartig verwendeten Begriff des "erfolgreichen
Alterns" genauer zu fassen und der empirischen Forschung
zugänglich zu machen. Angesichts begrenzter Ressourcen
Handlungsziele auszuwählen (Selektion), Fähigkeiten
und Kompetenzen zu erwerben, um diese Ziele zu erreichen
(Optimierung) und verlorengegangene Kompetenzen zu ersetzen
(Kompensation) - all dies sind Entwicklungsprozesse,
die gerade im Verlauf des Alterns von größter
Bedeutung sind.
Margret Baltes nahm aktiv am gesellschaftlichen Diskurs
zum Thema Alter und Altern teil. In engagierten und
dezidierten Stellungnahmen hat sie für die in einer
politischen Perspektive wichtige Sichtweise der "Produktivität
eines neuen Alters" plädiert und dabei auch die
Defizite einer zu einseitig männlichen Ausrichtung
der gesellschaftpolitischen Diskussion angeprangert.
Margret Baltes war Mitglied in zahlreichen Komitees
und Organisationen. Von 1986 bis 1988 leitete sie den
Fachbereich für sozial- und verhaltenswissenschaftliche
Gerontologie der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie
und Geriatrie. Sie gehörte zum Beirat einer Reihe
von Fachzeitschriften, sie vertrat die Gerontologie
in den Beiräten von Stiftungen und war Mitglied
in hochrangigen Kommissionen, zuletzt in der Sachverständigenkommission
zur Erstellung des dritten Altenberichts der Bundesregierung
sowie in der Kommission der Europäischen Gemeinschaft
zur Ausgestaltung der gerontologiebezogenen Forschungsprioritäten
innerhalb des jüngsten Rahmenprogramms der europäischen
Forschungsförderung.
Margret Baltes war eine außerordentlich produktive
Forscherin, die in Kooperation mit vielen Kolleginnen
und Kollegen zahlreiche und umfangreiche Drittmittelprojekte
einwarb und durchführte. Sie veröffentlichte
sieben Bücher und mehr als 100 Buchkapitel und
Zeitschriftenartikel, die zu einem großen Teil
in den besten internationalen gerontologischen Fachzeitschriften
mit "peer review" System erschienen. Margret Baltes
war aber auch eine bei Studierenden sehr beliebte akademische
Lehrerin. Die Verleihung des "Distinguished Mentorship
Award" der Gerontological Society of America im Jahre
1994 für ihre Leistungen in der Lehre und Ausbildung
war nur eine ihrer zahlreichen Ehrungen.
Nach ihrem frühzeitigen Tod gründete
ihr Mann Prof. Dr. Paul B. Baltes die Margret-Baltes-
Stiftung, die den Preis finanziert. Nach dem Tod
von Prof. Dr. Paul B. Baltes wurde die Stiftung umbenannt
in Magret M. und Paul B. Baltes Stiftung.
Vergaberichtlinien des Margret und Paul Baltes
Preis
- 1. Die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie
und Geriatrie (DGGG) vergibt, begin-nend mit dem
Jahr 2000, den "Margret-Baltes- Jungwissenschaftlerpreis
für ver-haltens- und sozialwissenschaftliche
Forschung" - jetzt „Margret & Paul-Baltes-Preis“ -
an Personen, die - schon zu Beginn ihrer beruflichen
Karriere - hervorra-gende Beiträge zur verhaltens-
und sozialwissenschaftlichen gerontologischen Forschung
geleistet haben. Der Preis ist verbunden mit einem
Preisgeld in Höhe von 2.500 €. Zusätzlich
erhält der Preisträger eine entsprechende
Urkunde.
2. Personen, die für den Preis vorgeschlagen
werden, sollten ein wissenschaftliches Werk erbracht
haben, das einer Habilitation oder einer fortgeschrittenen
Junior-professur entspricht. Sowohl Nominierungen
durch andere Personen als auch Selbstbewerbungen
sind möglich. Die Promotion darf in der
Regel nicht weniger als fünf Jahre und nicht
länger als 10 Jahre zurückliegen (entscheidend
sind das Datum der Promotionsurkunde und das
Datum der Preisverleihung). Der Kreis der vorzuschlagenden
Personen ist nicht auf Mitglieder der Deutschen
Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie
beschränkt. Nominierungen aus dem europäischen
Ausland sind willkommen.
3. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben.
Die Vergabe des Preises erfolgt auf den
im zweijährigen
Rhythmus stattfindenden Jahreskongressen der
Deutschen Ge-sellschaft für Gerontologie
und Geriatrie. Die Empfängerin/der Empfänger
des Preises wird eingeladen, auf dem
jeweiligen Jahreskongress einen Vortrag
(ca. 15 Minuten) zu halten.
4. Die Vergabekommission setzt sich zusammen
aus der Präsidentin/dem Präsiden-ten
der DGGG, der Vizepräsidentin/dem Vizepräsident
(Past Präsident/-in), der Vi-zepräsidentin/dem
Vizepräsidenten (Präsident/-in elect),
der Vorsitzenden/dem Vorsitzenden der Sektion
III sowie zwei Persönlichkeiten außerhalb
der DGGG, welche jeweils für vier Jahre
von jenen Kommissionsmitgliedern bestimmt wer-den,
die dem Vorstand der DGGG angehören.
5. Vorschläge für die Preisverleihung
sind jeweils bis zum 31. Mai des Vergabejahres
an die Präsidentin/den Präsidenten
der DGGG zu richten. Einzureichen sind in sechsfacher
Kopie: ein aktueller Lebenslauf (Curriculum Vitae
mit Publikationslis-te), drei aktuelle Veröffentlichungen
sowie ein aussagekräftiges Nominierungs-schreiben.
|
|