Margret- und Paul-Baltes-Preis für Nachwuchswissenschaftler*innen

Margret M. und Paul B. Baltes – ein Forscherehepaar

Margret und Paul Baltes waren international anerkannte Forscher in der Psychologie, die ihre jeweiligen disziplinären Schwerpunkte maßgeblich bereicherten und in der psychologischen Alternsforschung paradigmatische theoretische und methodologische Neuerungen einbrachten. Das Ehepaar wirkte vor allem in Deutschland und den USA und meisterte duale Forscherkarrieren zu einer Zeit, als dies als Begriff noch nicht gesellschaftlich etabliert war. Die Baltes beschränkten sich nicht auf die Wissenschaft – es war ihnen zudem ein Anliegen, Erkenntnisse nicht nur um der akademischen Bedeutung willen zu suchen, sondern sie nach Kräften in die Gesellschaft zu transportieren. Als Professoren legten sie außerdem außerordentlichen Wert darauf, den wissenschaftlichen Nachwuchs – Doktoranden und Forscher/innen zu Beginn ihrer Karriere – zu unterstützen, wodurch zugleich ihr Lebenswerk, die entwicklungspsychologische und gerontologische Forschung, neue Impulse erhielt.

Vergaberichtlinien des Margret- und Paul-Baltes-Preis

  1. Die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vergibt, beginnend mit dem Jahr 2000, den "Margret-Baltes-Jungwissenschaftlerpreis für verhaltens- und sozialwissenschaftliche Forschung" - jetzt „Margret & Paul-Baltes-Preis“ - an Personen, die - schon zu Beginn ihrer beruflichen Karriere - hervorragende Beiträge zur verhaltens- und sozialwissenschaftlichen gerontologischen Forschung geleistet haben. Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 €. Zusätzlich erhält der Preisträger eine entsprechende Urkunde.

  2. Personen, die für den Preis vorgeschlagen werden, sollten ein wissenschaftliches Werk erbracht haben, das einer Habilitation oder einer fortgeschrittenen Juniorprofessur entspricht. Sowohl Nominierungen durch andere Personen als auch Selbstbewerbungen sind möglich. Die Promotion darf in der Regel nicht weniger als fünf Jahre und nicht länger als zehn Jahre zurückliegen (entscheidend sind das Datum der Promotionsurkunde und das Datum der Preisverleihung). Der Kreis der vorzuschlagenden Personen ist nicht auf Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie beschränkt. Nominierungen aus dem europäischen Ausland sind willkommen.

  3. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Die Vergabe des Preises erfolgt auf den im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Jahreskongressen der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie. Die Empfänger*innen des Preises werden eingeladen, auf dem jeweiligen Jahreskongress einen Vortrag (ca. 15 Minuten) zu halten.

  4. Die Vergabekommission setzt sich wie folgt zusammen: Präsident*in der DGGG, Past Präsident*in, Präsident*in elect, dem Vorsitz der Sektion III sowie zwei Persönlichkeiten außerhalb der DGGG, welche jeweils für vier Jahre von jenen Kommissionsmitgliedern bestimmt werden, die dem Vorstand der DGGG angehören. 

  5. Vorschläge für die Preisverleihung sind jeweils bis zum 31. Mai des Vergabejahres an das Präsidium der DGGG zu richten. Einzureichen sind in digitaler Form: ein aktueller Lebenslauf (Curriculum Vitae mit Publikationsliste), drei aktuelle Veröffentlichungen sowie ein aussagekräftiges Nominierungsschreiben. 

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